Familiengeführter Pflegedienst in Berlin seit 2012 030 94 87 14 46
DemenzRatgeber

Demenz: Wann ist der richtige Zeitpunkt für eine Wohngemeinschaft?

Viele Angehörige fragen sich lange, ob es noch zu Hause geht. Einen festen Zeitpunkt gibt es nicht – aber deutliche Anzeichen, die helfen, die Entscheidung rechtzeitig und in Ruhe zu treffen.

Anzeichen, dass das Zuhause nicht mehr reicht

Treffen mehrere dieser Punkte zu, ist es sinnvoll, sich über eine neue Wohnform zu informieren – auch wenn der Umzug noch nicht sofort ansteht.

Warum ein früher Umzug oft leichter fällt

Je früher der Wechsel gelingt, desto besser können sich Menschen mit Demenz an die neue Umgebung gewöhnen. Sie können ihr Zimmer mit einrichten, neue Gesichter kennenlernen und Routinen aufbauen, solange das Gedächtnis dafür noch Halt bietet. Ein Umzug in einer akuten Krise – etwa nach einem Krankenhausaufenthalt – ist dagegen meist belastender.

Gut zu wissen: Viele Familien lernen eine Wohngemeinschaft zunächst über die Verhinderungspflege kennen. So lässt sich das Zusammenleben ausprobieren, bevor die Entscheidung fällt. Mehr im Ratgeber Verhinderungspflege beantragen.

So gehen Sie vor

  1. Gespräch suchen: Beziehen Sie Ihre Angehörige oder Ihren Angehörigen so weit wie möglich ein – mit einfachen Worten und ohne Druck.
  2. Pflegegrad prüfen: Ein aktueller Pflegegrad ist die Grundlage für die Finanzierung. Siehe Pflegegrad bei Demenz.
  3. Beraten lassen und besichtigen: Schauen Sie sich die Wohngemeinschaft gemeinsam an und stellen Sie Ihre Fragen.
  4. Einzug vorbereiten: Vertraute Möbel, Fotos und Gegenstände erleichtern das Ankommen.

Häufige Fragen

Wann sollte ein Mensch mit Demenz nicht mehr allein leben?
Wenn die eigene Sicherheit gefährdet ist, Grundbedürfnisse wie Essen, Trinken oder Medikamente vernachlässigt werden oder nachts Unruhe auftritt, reicht Unterstützung zu Hause oft nicht mehr aus.
Ist ein früher Umzug in eine Demenz-WG sinnvoll?
Oft ja. Im frühen Stadium können sich Betroffene leichter an die neue Umgebung gewöhnen und ihr neues Zuhause aktiv mitgestalten.
Kann man eine Wohngemeinschaft vorher ausprobieren?
Ja, zum Beispiel über die Verhinderungspflege. So lernen Betroffene und Angehörige das Zusammenleben kennen, bevor sie sich entscheiden.

Sie sind unsicher, ob der Zeitpunkt gekommen ist?

Sprechen Sie mit uns – wir beraten Sie kostenlos und zeigen Ihnen gern eine unserer Wohngemeinschaften.

Platz & Besichtigung anfragen Beratung vereinbaren